#4 Kündigung meines Vertrags wegen mangelnder Erfahrung mit einer gehörlosen Person

Christian überlegt, ob er etwas tun muss, damit es sich lohnt, darüber nachzudenken.

Ich möchte eine schockierende und traurige Erfahrung teilen. Die Kündigung meines Vertrags deutet auf Diskriminierung aufgrund meiner Gehörlosigkeit hin und wirft Fragen zur Behandlung von Menschen mit Behinderungen auf.

Nach meiner Bewerbung um eine Führungsposition bei einer Behindertenorganisation wurde ich aufgrund meiner Gehörlosigkeit von der Personalabteilung kontaktiert. Ich erklärte, wie man effektiv mit gehörlosen Personen zusammenarbeitet, und das Vorstellungsgespräch verlief gut. Trotz erfolgreicher Ergebnisse bei einer Aufgabe, die ich über 10 Stunden bearbeitete, wurde eine andere Person für die Position ausgewählt. Mir wurde eine untergeordnete Rolle angeboten, die ich annahm, obwohl keine genaue Beschreibung vorlag.

Von Anfang an hatte ich Probleme mit meiner neuen Vorgesetzten, die einen Monat vor mir anfing. Trotz meiner Bemühungen blieb sie distanziert und gab mir nur begrenzte Aufgaben. Nach drei Monaten wurde mein Vertrag wegen verschiedener Probleme gekündigt. Der Arbeitgeber räumte ein, einen Fehler im Einstellungsverfahren gemacht zu haben und schlug vor, auf eine andere Position zu warten, ohne Details zu nennen.

Zwei bis drei Wochen später wurde mir eine 60%-Stelle angeboten, obwohl ich eine 80%-Stelle suchte. Meine Versuche, die fehlenden 20% zu bekommen, scheiterten, und als ich das Angebot annehmen wollte, kam die Nachricht zwei Tage vor Weihnachten, was es unmöglich machte, rechtzeitig zu reagieren.

Noch verwirrender war die Tatsache, dass die Personalabteilung auf dem Arbeitslosenformular mangelnde Kompetenz angab, während in der E-Mail von mangelnder Erfahrung im Umgang mit Gehörlosen und fehlendem Pflichtenheft die Rede war. Diese Diskrepanz lässt mich an fairer Kommunikation zweifeln.

Ich hoffe, dass Menschen mit Behinderungen fair behandelt werden. Eine Behinderung sollte nicht zu Misstrauen oder Vorurteilen führen. Wir verdienen den gleichen Respekt wie jeder andere Arbeitnehmer. Es ist wichtig, Stereotypen abzubauen und Inklusion zu fördern. Fragen Sie nach, um zu verstehen, wie man mit Menschen mit Behinderungen arbeitet. Das schafft Vertrauen und trägt zu einem respektvolleren Arbeitsumfeld bei.

Zurück
Zurück

#5 Unprofessionelle Rekrutierung und ungleiche Beurteilung

Weiter
Weiter

#3 Arbeit in Organisationen für Menschen mit Behinderungen